Die beeindruckende Anzahl von 161 Teams trat vergangenes Wochenende in Höchst im Odenwald an, um sich in verschiedenen Speed- und Freestyle-Disziplinen im Rope Skipping zu messen und sich die Qualifikationspunkte für die Deutsche Teammeisterschaft bzw. das Bundesfinale zu sichern.

Die Rope Skipping Abteilung der Homburger Turngemeinde (HTG) hat sich intensiv auf diesen Mannschaftswettkampf vorbereitet und konnte trotz Erkältungswelle vollständig mit insgesamt 17 Sportler*innen antreten. Das jüngste Team bildeten Johannes Ecker, Leya Zhang, Julia Bielefeld, Emily Friedrich und Valerie Perel. Sie turnten in der Altersklasse 4 (12 Jahre und jünger) den sogenannten hessischen Einsteigerwettkampf und kamen mit 4 Disziplinen (Single Rope Speed Relay, Double Dutch Speed Relay, Single Rope Team Freestyle und Double Dutch Single Freestyle) mit 499,35 Punkten auf einen hervorragenden 2. Platz, hinter MT Melsungen (556,85 Pkte).

Die bereits erfahrenen Hannah Dutschke, Theresa Furthner und Zoé Veidt holten sich für ihre Altersklasse 3 (15 Jahre und jünger) für diese Saison Verstärkung vom TSV Trutzhain. Die beiden Geschwisterbrüder Paul und Jakob Schidleja vom Turngau Fulda-Eder studierten mit den 3 Bad Homburgerinnen im Vorfeld sämtliche 8 Disziplinen unter der Leitung von Trainerin Clara Kowalski ein und harmonierten als sogenanntes open Team (mixed) wunderbar. Sie gewannen alle 8 Team-Disziplinen, glänzten mit persönlichen Bestmarken und Tageshöchstnoten und qualifizierten sich souverän zu den Deutschen Teammeisterschaften mit 1.282,65 Punkten im Gesamtwettbewerb und mit 754,05 Punkten im TXDO (dem Overall Wettkampf, der auf internationaler Ebene gesprungen wird).

In der AK 2 (16-18 Jahre) hatte die HTG mehrere Mädchen-Teams am Start. Emma Lenz bereitete mit ihrer Schwester Amelie Lenz einen schönen Wheel-Freestyle vor. Sie kamen ausdrucksstark durch ihre Übung und durften sich am Ende mit 4,23 Punkten verdientermaßen über die Bronzemedaille freuen.

Gemeinsam mit den beiden Teamkameradinnen Anastasia Ananina und Lilliana Perel choreographierte Emma auch einen sehr schwierigen Double Dutch Single Freestyle mit dem sie zurecht den Wettbewerb in dieser Altersklasse mit 4,77 Punkten als Sieger für sich entscheiden konnten und die Vereine Höchst, Seeheim, Melsungen, Butzbach und Rodgau hinter sich ließen. Mit 90 Zählern im Double Dutch Speed Sprint und dem 6. Platz in dieser Disziplin rundeten sie zu dritt ihren Wettkampf ab und freuten sich über die Qualifikation zum Bundesfinale.

Ebenfalls zum Bundesfinale qualifizierten sich Emma und Lilliana mit ihrem Single Rope Pair Freestyle, der ihnen den 5. Platz mit 4,35 Punkten einbrachte. Noch einen Podestplatz in der Speed-Disziplin „Double-Under-Relay“ (so viele Doppeldurchschläge wie möglich in 30 Sekunden) sicherten sich Emma und Anastasia. Mit einem überragenden persönlichen Rekord von 171 Sprüngen dürfen sie Ende April bei den Deutschen Teammeisterschaften in Rüsselsheim antreten und freuen sich schon sehr darauf.

In der Altersklasse 1 (19 Jahre und älter) sorgte Johannes Kowalski für eine Überraschung. Als Speed-Enthusiast baute er seinen eigenen Vater und den Vater von Emma Lenz im Training auf und bildete gemeinsam mit Eckhard Kowalski und Markus Lenz ein Männer-Team. Mit 131 Zählern (gezählt wird nur der rechte Fuß) im Double Dutch Speed Sprint holten sie sich als einziges Männerteam in Hessen den Titel. Angesichts der kurzen Trainingszeit ließen sich die Speed-Ergebnisse durchaus sehen.

Abteilungsleiterin und Gaufachwartin Michaela Kowalski bilanziert den langen Wettkampftag sehr positiv, denn dank der soliden Vorbereitung haben alle Teilnehmer der HTG Power Jumper (mit einer Altersspanne von 11 bis 56 Jahren) einen Podestplatz erreicht und konnten mit mindestens einer Medaille nach Hause fahren.

Der nächste Meilenstein für die Teamwettkämpfe folgt Ende April in Rüsselsheim bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften, bei denen es um eine mögliche Qualifikation zu den europäischen Wettbewerben in Oslo (Norwegen) geht.

Was es sonst noch zu diesem Wettkampftag bei den hessischen Mannschaftsmeisterschaften zu sagen gibt:

Danke an die Eltern
Wohl kaum ein Turnier stellt Eltern zeitlich gesehen vor solche Herausforderungen. Da ist zum Einen das Team-Training, bei dem über eine gewisse Zeit die Vollständigkeit (alle müssen da sein) eine große Herausforderung darstellt. Zum Anderen ist da dieser laaange Wettkampftag, bei dem die Siegerehrung erst kurz vor 22:00 Uhr beendet war. Daher ein großer Dank für dieses buchstäbliche Durchhaltevermögen.

Ü50 beim Wettkampf
Die erstaunten Gesichter beim Training und beim Turnier konnte man vorausahnen. Es war für Johannes, Eckhard und Markus in mehrfacher Hinsicht eine besondere Erfahrung. Die schnellen Fortschritte im Training haben Mut gemacht, auch wenn Johannes angesichts der Unerfahrenheit seiner Teamkollegen als Trainer vor so manche Herausforderung gestellt wurde. Schnell wurden in der Turnhalle beim Training die jüngeren Athleten motiviert – Was die können, können wir doch auch. Und nicht zuletzt hat der Perspektivenwechsel weg vom drüber reden hin zum Tun gezeigt, wie anspruchsvoll das Schlagen im Double Dutch ist. Jedenfalls sind alle glücklich, dass wir uns nicht blamiert haben.

Wettkampftypen
Es sagt sich leicht daher, dass manche Sportler die Atmosphäre beim Wettkampftag brauchen, um sich zu übertreffen. Dieses Mal hat Nastja mit ihrer Super-Leistung im Single Rope Double Under Relay alle HTG Power Jumper mit ihren 93 Sprüngen in ihren 30 Sekunden wahrlich massiv beeindruckt. Das war einfach klasse und wurde durch die persönlichen Bestleistungen von Theresa und Jakob in der gleichen Disziplin noch getoppt.

Zusammenhalt
Teamwettkämpfe im Rope Skipping sind anspruchsvoll, nicht nur am Wettkampftag, sondern vor allem im Training. Kaum sind die Hessischen Mannschaftsmeisterschaften vorbei, stehen in knapp 2 Wochen die Deutschen Einzelmeisterschaften an. Für diejenigen, die in beiden Wettkämpfen vertreten sind, ist das mit enormen Anstrengungen verbunden. Hier zeigte sich der tolle Zusammenhalt unter unseren Power Jumpern bereits im Training zu den Mannschaftsmeisterschaften. Wenn immer Zeit war, konnten die DM-Teilnehmer den einen oder anderen Einzel-Freestyle üben, und es fand sich auch immer jemand, um den einen oder anderen Speedversuch zu werten. Erfolge sind zwar schön, aber diesen Zusammenhalt und die gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung zu sehen, macht Mut und stimmt zuversichtlich.

FAZIT
Die HTG Power Jumper sind ein tolles Team

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